Vertrauen in der Teamarbeit

In der Teamentwicklung gilt es immer auf das Vertrauen der Beteiligten zu achten. Es ist der Schlüssel und die Basis jeder Zusammenarbeit in Teams.

Für Teamentwicklung und Teamcoaching gibt es einen zentralen Wert: Vertrauen!

Protokolle und detaillierte Abmachungen können es nicht ersetzen. Sie nützen nichts, wenn in der Teamarbeit keine Vertrauensbasis vorhanden ist.

Für Teamentwicklungsmassnahmen ist deshalb zentral, an diesem gegenseitigen Vertrauen zu arbeiten.  Denn Vertrauen bewirkt Kreativität. Es trägt dazu bei, dass Wissen in einer Organisation nicht verloren geht. Es erspart Regulierungen und Richtlinien und trägt so zu einer schlanken Organisationskultur bei. Vertrauen stärkt den Zusammenhalt in Beziehungen und es stärkt die Eigenverantwortung. Beteiligte werden zu eigenen, kreativen Lösungen ermutigt. Es erweitert so den Handlungsspielraum. Vertrauen ist also ein Mittel zur Freiheit. Und schliesslich stärkt es die Autorität.

Alles gute Argumente, um in einer Teamentwicklung am Vertrauen zu arbeiten. Folgende Methoden und Ideen sind dafür je nach Teams geeignet:

  • Story-Telling: Die Team-Mitglieder erzählen gegenseitig ihre Geschichten mit dem Team. Gut angeleitet und moderiert kann eine solche Runde einen extrem vertrauensbildenden Effekt haben.
  • Positive Haltung erlernen: Die Team-Mitglieder entwickeln gegenseitig eine positive Grundhaltung gegenüber den Resultaten und Erfolgen der anderen. Und sie lernen, diese Haltung zu artikulieren oder gegenüber Dritten an den Tag zu legen. Erst in einem wertschätzenden Klima kann das Vertrauen wachsen. Diese Haltung kann eingeübt werden. Vertrauen vermehrt sich, je mehr es geübt und gelebt wird.
  • Vertrauen als Führungsinstrument: In Teams wird Führung explizit und implizit als Vertrauen in Mitarbeitende gelebt.  Denn Vertrauen ehrt und verpflichtet. Keine Führungsmethode wird gut funktionieren, wenn Leitende misstrauisch sind.
  • Transparente Streit-, Fehler- und Konfliktkultur leben: Alle Mitglieder eines Team lernen, eigene Erwartungen klar auszusprechen und zu sagen, was sie meinen und umgekehrt. Gleichzeitig sind sie in der Lage, eigene Fehler zuzugeben und Kritik entgegen zu nehmen. Gegenseitig ist geklärt, dass man aufeinander zählen kann, wenn jemand Hilfe benötigt oder einen Fehler gemacht hat.
  • Arbeit am Selbst-Vertrauen: Mit verschiedenen Übungen und meditativen Elementen kann am eigenen Selbst-Vertrauen der Team-Mitglieder gearbeitet werden. Das geht von der Betrachtung der eigenen Arbeit über Biographiearbeit bis hin zum Bewusstwerden der persönlichen Kraftquellen. Sie wird zur Grundlage für eine Vertrauensbasis im Team. Wo Menschen sich selber Wert beimessen, werden sie auch andere wertschätzen.
  • Werte-Arbeit: Die Arbeit an Werten ist ein Baustein zum Aufbau von Vertrauen. Wo in einem Team über Werte diskutiert werden kann – entsteht meist unbemerkt eine gute Vertrauensbasis.
  • Komfort-Zonen verlassen: Mit Outdoor-Übungen wird erfahrbar, was passiert, wenn ein Team aus der Komfortzone heraus tritt. Dann muss sich das Vertrauen oder das fehlende Vertrauen nochmals neu zeigen. Das löst eine Reflexion und weiter gehende Anstösse aus.

Autor: Thomas Schaufelberger

Ehemann, Vater, Journalist, Pfarrer, Ausbildner, Leiter der evang.-ref. Arbeitsstelle A+W - Aus- und Weiterbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer (Deutschschweiz), Leiter Abteilung Kirchenentwicklung der Zürcher Landeskirche. Journalist, Ekklesiopreneur - Von Mitte Februar 2016 bis Ende Juni 2016 im Weiterbildungsurlaub der Zürcher Kirche.

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