Verfasst von: sofa111 in: 8. Oktober 2009
Der Blog „Veränderung.Prozesse.Entwicklung“ hat den theolounge Gold Award 2009 erhalten. Das freut…
http://theolounge.wordpress.com/2009/10/07/theolounge-awards-2009-wir-gratulieren-herzlich/
Verfasst von: sofa111 in: 4. August 2009
In Kirchen und anderen NPO-Organisationen besteht manchmal eine basisdemokratische Kultur des Abstimmens bei Entscheidungen. Bei genauerem Betrachten ist das aber kein zukunftsgerichtetes Verhalten. Denn eine Abstimmung produziert sich verfeindet gegenüber stehende Parteien und Gewinner und Verlierer. So kann eine Abstimmung zwar eine Entscheidung herbei rufen, aber ein Konflikt-Thema kann auf diese Weise in einer Organisation nicht gelöst werden.
Der Grund, weshalb das getan wird, ist oft, weil es an Imagination fehlt, andere Entscheidungsprozesse und Konfliktlösungen zu suchen. Viele Abstimmungen in Organisationen erfolgen, weil die Organisation keine Geduld aufbringt, Ambiguitäten auszuhalten, mit der Diversität zu leben oder weil sie keine Ausdauer aufbringen will, in den langen Prozess einer Konsensfindung einzusteigen. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: sofa111 in: 15. Juni 2009
Prof. Dr. Otto Scharmer, Professor am MIT, Massachusetts Institute of Technology,
gehört weltweit zu den
innovativsten Denkern im Bereich Veränderungsprozesse von Organisationen. In einem kleinen Video-Interview skizziert er ein Modell, wie Organisationen und Führungspersonen innovativ werden können.
Höchst spannend dabei: Man muss das rationalistische Denken verlassen und durch Beobachtung in einen Zustand gelangen, wo die Zukunft in der Gegenwart Gestalt annehmen kann. Und das ist ein Zustand der Stille, des Rückzugs, der hohen Aufmerksamkeit. Das korrespondiert mit den uralten Traditionen der religiösen Gemeinschaft der Quäker, für die Stille und Konsens in der Entscheidungsfindung eine wichtige Rolle spielte (siehe auch mein älterer Blog-Eintrag).
Soeben ist Otto Scharmers Buch in Deutsch übersetzt erschienen: Theorie U, von der Zukunft her führen.
Verfasst von: sofa111 in: 9. Juni 2009
Kolumne “Zum Sonntag” in der Zürichsee-Zeitung, Stäfa (achtmal jährlich):
Von Familie zu reden ist gefährlich. Noch heikler ist es von einem christlichen Familienbild zu sprechen. Denn intuitiv wird immer ein Ideal bestehend aus Vater, Mutter und mindestens einem Kind mitgehört: Das Kind stammt biologisch von beiden ab. Die Eltern ziehen es gemeinsam gross und sie müssen verheiratet sein. 
Das hat problematische Konsequenzen. Alle, die dem vermeintlichen Ideal nicht entsprechen, Alleinerziehende oder Patchwork-Familien, fühlen sich nicht angesprochen oder schämen sich. Christlich ist ein solches Familien-Idealbild also kaum. Ausserdem hat die biologische Abstammung alleine noch nie eine funktionierende Familie gewährleistet.
Wie also ist Familie in einem christlichen Sinne zu definieren? Der erwachsene Jesus legt auf den ersten Blick eine familienfeindliche Haltung an den Tag. Einem Mensch, der ihm nachfolgen, sich aber noch von seiner Familie verabschieden will, wirft er vor er sei nicht für das Gottesreich zu gebrauchen. Seine biologischen Wurzeln verleugnet Jesus. Als seine Mutter, seine Schwester und Brüder ihn sprechen wollen, lässt er sie warten und sagt zu seinen Jüngern und Jüngerinnen: „Ihr seid meine Mutter, meine Schwester, mein Bruder.“ Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: sofa111 in: 2. Juni 2009
Für Teamentwicklung und Teamcoaching gibt es einen zentralen Wert: Vertrauen!
Protokolle und detaillierte Abmachungen können es nicht ersetzen. Sie nützen nichts, wenn in der Teamarbeit keine Vertrauensbasis vorhanden ist.
Für Teamentwicklungsmassnahmen ist deshalb zentral, an diesem gegenseitigen Vertrauen zu arbeiten. Denn Vertrauen bewirkt Kreativität. Es trägt dazu bei, dass Wissen in einer Organisation nicht verloren geht. Es erspart Regulierungen und Richtlinien und trägt so zu einer schlanken Organisationskultur bei. Vertrauen stärkt den Zusammenhalt in Beziehungen und es stärkt die Eigenverantwortung. Beteiligte werden zu eigenen, kreativen Lösungen ermutigt. Es erweitert so den Handlungsspielraum. Vertrauen ist also ein Mittel zur Freiheit. Und schliesslich stärkt es die Autorität.
Alles gute Argumente, um in einer Teamentwicklung am Vertrauen zu arbeiten. Folgende Methoden und Ideen sind dafür je nach Teams geeignet: