Veränderung.Prozesse.Entwicklung

Das ist Advent!

Verfasst von: sofa111 Am: 18. Dezember 2010

Advent heisst eigentlich nichts anderes als:

Plötzlich bricht mitten in den Alltag, etwas Unerwartetes hinein. Und es gut einfach gut! Die weihnächtliche flash mob Aktion eines kanadischen Chores bringt das wunderbar auf den Punkt.  Gefunden habe ich dieses eindrückliche Beispiel im Blog eines innovativen anglikanischen Bischofs http://nickbaines.wordpress.com/ (sehr empfehlenswerter Blog übrigens!).

Einfach sehen und geniessen!

Wenn Berater Berater beraten…

Verfasst von: sofa111 Am: 18. Dezember 2010

Wenn Berater Berater beraten, beraten Berater Berater: Das dritte Alumni-Treffen des MBA-Studiengangs in systemischer Organisationsentwicklung und Beratung der Uni Augsburg hat in Zürich stattgefunden. Ein Austausch von Best-Practise Methoden aus drei Ländern und aus verschiedenen Erfahrungsfeldern: Selbstständige Unternehmensberater, Supervisoren, Organsationsentwickler, Psychologinnen, interne Entwicklungsbeauftragte bei Universität, Bildungsinstitution oder Kirche. Inspirierend!

Früher Konstruktivist: Wilhelm Dilthey

Verfasst von: sofa111 Am: 19. Oktober 2010

Wilhelm Dilthey, geboren am 19. November 1933, Theologe, Historiker, Philosoph, kann als früher Konstruktivist

 bezeichnet werden. Mit einem „Bewusstsein von der Verwandtschaft jedes Wirklichen mit uns, dabei aber doch der Unfassbarkeit einer jeden Realität, ihrer Aneignung in einer dunklen Totalität unsrer Kräfte“ betreibt er Wissenschaft.

 Damit macht er die konstruktivistische Unterscheidung zwischen Wirklichkeit und Realität. Die

Realität unabhängig von der Wirklichkeitskonstruktion eines Einzelnen gibt es nicht (oder ist nicht zu beweisen). Dilthey reflektiert über

 seine eigene Arbeit und hinterlässt wunderbare Zitate. Eines davon:

„Wir sind zufrieden, am Ende eines langen Lebens vielfache Gänge wissenschaftlicher Untersuchung angebohrt zu haben, die in die Tiefe der Dinge führen; wir sind zufrieden, auf der Wanderschaft zu sterben.“

Berufliche Veränderung

Verfasst von: sofa111 Am: 9. Dezember 2009

Ab Juli 2010 übernehme ich neu die Stelle des Leiters für die kirchliche Ausbildung der Pfarrpersonen in der Deutschschweiz und im Tessin (18 Kantone). Im unten stehenden Brief näheres…

Info_Gemeinde

Weiterhin – oder erst recht – werde ich mich einsetzen für neue Formen des gemeindlichen Lebens – angefangen bei Gottesdiensten bis hin zu den Strukture einer Kirchgemeinde. Ich werde auch weiterhin Prozessbegleitungen von Kirchgemeinden in Strategieentwicklungen und Strukturreformen übernehmen.

theolounge Gold Award für diesen Blog

Verfasst von: sofa111 Am: 8. Oktober 2009

Der Blog „Veränderung.Prozesse.Entwicklung“ hat den theolounge Gold Award 2009 erhalten. Das freut…gold

http://theolounge.wordpress.com/2009/10/07/theolounge-awards-2009-wir-gratulieren-herzlich/

Playing for Change

Verfasst von: sofa111 Am: 7. August 2009

Ein Dokumentarfilmprojekt geht um die Welt. Die Idee: ein Song wird von allen möglichen (Strassen-)Musikern weltweit eingespielt und dann zu einer Collage zusammen geschnitten, die zeigt, dass alle gleich sind. Und das ist vielleicht kein schlechter Weg zum Frieden, zur dringend notwendigen Veränderung, die es weltweit braucht, um der Menschheit ein Überleben zu sichern.

Zurück lehnen und geniessen…

Abstimmen oder Konsens?

Verfasst von: sofa111 Am: 4. August 2009

In Kirchen und anderen NPO-Organisationen besteht manchmal eine basisdemokratische Kultur des Abstimmens bei Entscheidungen. Bei genauerem Betrachten ist das aber kein zukunftsgerichtetes Verhalten. Denn eine Abstimmung produziert sich verfeindet gegenüber stehende Parteien und Gewinner und Verlierer. So kann eine Abstimmung zwar eine Entscheidung herbei rufen, aber ein Konflikt-Thema kann auf diese Weise in einer Organisation nicht gelöst werden.

Der Grund, weshalb das getan wird, ist oft, weil es an Imagination fehlt, andere Entscheidungsprozesse und Konfliktlösungen zu suchen. Viele Abstimmungen in Organisationen erfolgen, weil die Organisation keine Geduld aufbringt, Ambiguitäten auszuhalten, mit der Diversität zu leben oder weil sie keine Ausdauer aufbringen will, in den langen Prozess einer Konsensfindung einzusteigen. Den Rest des Beitrags lesen »

Die Gottesfrage für (post-)moderne Gläubige

Verfasst von: sofa111 Am: 4. August 2009

In einem eindrücklichen Essay in der Zeitschrift „Christian Century“ skizziert der Schriftsteller Christian Wiman, wie (post-)moderne Menschen glauben können (Übersetzung vom Blog-Autor):strickleiter-2

„Wenn du zur Auffassung kommst, der Glaube sei „vor allem ein intellktuelles Zustimmen“ (Thomas Merton); oder wenn du den Glauben nicht als Zustand des Geistes, sondern als ein „Gepacktsein von dem Sein an sich“ (Paul Tillich); oder wenn du den Glauben hauptsächlich siehst als eine „Treue gegenüber einem Ereignis“ (Abraham Joshua Heschel) in der Vergangenheit, das dich oder sogar die ganze Menschheit vom Sein ergriff; oder wenn du eine Art „induktiver Glaube“ konstruierst (Peter Berger), der in den Momenten der Transzendenz mitten im Alltag spürbar wird; oder wenn du spürst, dass der Glaube vollständig eine Angelegenheit von Gnade ist und somit ausserhalb der menschlichen Kontrolle (Karl Barth); oder wenn du fühlst, wie ich es tue, dass jede dieser Definitionen eine gewisse Wahrheit enthält – dann bist du trotzdem mit der Frage konfrontiert: Warum? Warum sollte das Dasein so arrangiert sein, dass unsere Fremdwerdung von Gott gegeben ist, und dass wir immer wieder darum ringen müssen, zu ihm zu gelangen oder überhaupt mit der Frage, ob es ihn gibt? Warum? Den Rest des Beitrags lesen »

Short Stories for Change II

Verfasst von: sofa111 Am: 24. Juni 2009

Eine wundervolle jüdische Parabel:

Zwei Rabbis sitzen in einem Park und streiten über eine Passage in der Torah. Schon seit Jahren disputieren sie darüber und nie können sie sich einig werden. So sehr streiten sie, dass es Gott zuviel wird. So teilt er schliesslich den Himmel und steigt herunter und sagt: „Ihr kämpft miteinander seit Jahren. Ich werde euch jetzt sagen, was die Stelle genau meint.“ Und in einem seltenen Moment der Einigkeit wenden sich die beiden Rabbis zu Gott und sagen: „Welches Recht hast du, hier herunter zu kommen und uns zu sagen, was genau gemeint ist? Geh weg und lass uns streiten.“

Short Stories for Change I

Verfasst von: sofa111 Am: 24. Juni 2009

Ein Atheist gab gegenüber einem Gläubigen zu, dass er kürzlich in der Wildnis Alaskas während eines Sturms die Orientierung verlor und betete: „Gott, wenn es einen Gott gibt. Ich bin verloren in diesem Orkan und ich werde sterben, wenn du mir nicht hilfst!“

Der Gläubige antwortete: „Das heisst, du glaubst jetzt, denn du bist ja jetzt da, und du lebst.“

Der Atheist rollte seine Augen und sagte „Nein! Alles was passierte war, dass ein paar Eskimos zufällig vorbei kamen und sie konnten mir den Weg zurück weisen.“

(Quelle: David Foster Wallace, This Is Water, gefunden in: Christian Century, June 16, 2009, S. 9, übersetzt von mir)

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